Allein im Nürnberger Land sind zum Beginn des nächsten Schuljahres drei Gemeinden negativ von dieser Budgetierung betroffen. So sollen in Rückersdorf und Schwaig jeweils eine erste Klasse eingespart werden, während in Röthenbach Eltern aufgefordert werden, ihre Kinder in der Forstersberg- statt in der Seespitzschule einzuschulen, was einen ungleich längeren Schulweg für die betroffenen Erstklässer – wohl im Bus – zur Folge hätte.
Die Zauberwaffe der Schulämter bzw. des Kultusministeriums um diesen Wegfall von Lehrkräften zu kaschieren, ist die Einführung sogenannter Kombiklassen; Klassen also, in denen unterschiedliche Jahrgangsstufen gemeinsam unterrichtet werden. Dieses „neue“ Beschulungsmodell soll und kann hier nicht abschließend bewertet werden, dazu fehlen dem Autor auch die Fachkenntnisse. Problematisch wird die Einführung der jahrgangsgemischten Klassen aber dadurch, dass sie als Einsparungswerkzeug missbraucht wird.
Bei schwindenden Schülerzahlen durch Geburten schwache Jahrgänge mögen Kombiklassen durchaus die Rettung von der einen oder anderen Landschule sein, die sonst geschlossen werden müsste. Unverständlich bleibt aber, warum unsere Gesellschaft nicht auch die Chancen der fallenden Schülerzahlen erkennt. Denn diese führen ganz natürlich zu kleineren Klassenstärken. Und das ist doch auch Ziel der FDP. Es sei hier nur auf einen Artikel in der elde 2/2010 mit dem Titel "Kleine Klassen. Kluge Köpfe" verwiesen.

Jörg Rohde Klassen stärken von etwa 20 Schülern in der Grundschule sind in Skandinavien Standard und sollten es wohl besser auch bei uns werden. Unsere Kinder sind die einzige Ressource die Deutschland hat. An ihrer Bildung zu sparen kann nur falsch sein. Die Folgekosten schlecht ausgebildeter Jugendlicher sind für die Gesellschaft später wesentlich höher, als wenn der Staat frühzeitig mehr Lehrer beschäftigt. Dafür muss in diesem reichen Land doch Geld da sein, für soviel anderes weit weniger Sinnvolles ist es ja auch vorhanden.
Am Samstag den 16. Juli feierte die Waldschule Rückersdorf im Nürnberger Land ihr 50-jähriges Bestehen. Diesen Termin nutzten die Rückersdorfer Eltern, unterstützt auch durch ihren Bürgermeister Peter Wiesner (CSU), für ihren Protest gegen die faktische Streichung einer Lehrkraft an ihrer Schule. Im Beisein der lokalen Presse und des Franken-Fernsehens wurde eine Petition an den bayerischen Landtag in die Hände von Katja Hessel, Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium, Jörg Rohde, Vizepräsident des bayerischen Landtags, MdL Angelika Weikert (SPD) und MdL Hermann Imhof (CSU) übergeben.
Die Petition legt den Rückersdorfer Fall dar und kann in ihren Schlussfolgerungen und Forderungen exemplarisch für die allgemeine Problematik gelesen werden: Zur Petition
Die Zauberwaffe der Schulämter bzw. des Kultusministeriums um diesen Wegfall von Lehrkräften zu kaschieren, ist die Einführung sogenannter Kombiklassen; Klassen also, in denen unterschiedliche Jahrgangsstufen gemeinsam unterrichtet werden. Dieses „neue“ Beschulungsmodell soll und kann hier nicht abschließend bewertet werden, dazu fehlen dem Autor auch die Fachkenntnisse. Problematisch wird die Einführung der jahrgangsgemischten Klassen aber dadurch, dass sie als Einsparungswerkzeug missbraucht wird.
Bei schwindenden Schülerzahlen durch Geburten schwache Jahrgänge mögen Kombiklassen durchaus die Rettung von der einen oder anderen Landschule sein, die sonst geschlossen werden müsste. Unverständlich bleibt aber, warum unsere Gesellschaft nicht auch die Chancen der fallenden Schülerzahlen erkennt. Denn diese führen ganz natürlich zu kleineren Klassenstärken. Und das ist doch auch Ziel der FDP. Es sei hier nur auf einen Artikel in der elde 2/2010 mit dem Titel "Kleine Klassen. Kluge Köpfe" verwiesen.

Jörg Rohde Klassen stärken von etwa 20 Schülern in der Grundschule sind in Skandinavien Standard und sollten es wohl besser auch bei uns werden. Unsere Kinder sind die einzige Ressource die Deutschland hat. An ihrer Bildung zu sparen kann nur falsch sein. Die Folgekosten schlecht ausgebildeter Jugendlicher sind für die Gesellschaft später wesentlich höher, als wenn der Staat frühzeitig mehr Lehrer beschäftigt. Dafür muss in diesem reichen Land doch Geld da sein, für soviel anderes weit weniger Sinnvolles ist es ja auch vorhanden.
Am Samstag den 16. Juli feierte die Waldschule Rückersdorf im Nürnberger Land ihr 50-jähriges Bestehen. Diesen Termin nutzten die Rückersdorfer Eltern, unterstützt auch durch ihren Bürgermeister Peter Wiesner (CSU), für ihren Protest gegen die faktische Streichung einer Lehrkraft an ihrer Schule. Im Beisein der lokalen Presse und des Franken-Fernsehens wurde eine Petition an den bayerischen Landtag in die Hände von Katja Hessel, Staatssekretärin im bayerischen Wirtschaftsministerium, Jörg Rohde, Vizepräsident des bayerischen Landtags, MdL Angelika Weikert (SPD) und MdL Hermann Imhof (CSU) übergeben.
Die Petition legt den Rückersdorfer Fall dar und kann in ihren Schlussfolgerungen und Forderungen exemplarisch für die allgemeine Problematik gelesen werden: Zur Petition



