Auch die Kritik an der Energieagentur entbehre jeder Grundlage. „Der Staat hat sich aus gutem Grund aus der Energiewirtschaft zurückgezogen. Denn er ist nicht der bessere Unternehmer. Wir wollen bei der Energiewende keine Planwirtschaft vom Reißbrett aus. Was wir leisten können, sind koordinierende Aufgaben. Genau das tun wir mit unserer Energieagentur, den Instrumenten der Landesplanung und dem Windkrafterlass“, hält Hessel dagegen. Aktuell würden das Planungsrecht reformiert und die regionalen Planungsverbände gestärkt. „Unser Ziel ist, dass die kommunale Ebene mehr Verantwortung und Entscheidungsfreiheit erhält“, erklärt Hessel.
Bayern habe das in seiner Macht stehende getan, um die Energiewende erfolgreich einzuläuten und umzusetzen. „Jetzt muss der Bund seine Hausaufgaben machen. Er muss die Stromnetzausbau vorantreiben und das EEG endlich reformieren – weg von einer planwirtschaftlichen Überförderung, hin zu einem wettbewerbsorientierten und europatauglichen Fördersystem. Wenn sich Herr Maly hierfür einsetzen würde, wäre der Sache weit mehr gedient“, so Hessel abschließend.



